Aufgabenzettel…
…sind etwas wunderbares. Man kann sie ignorieren, abarbeiten – oder erst gar nicht schreiben.
Ich bin seit heute morgen voll motiviert, meinen Aufgabenzettel zu entwerfen, damit das Herumhängen und Trübsalblasen endlich ein Ende hat.
Ok – da “heute morgen” schon etwas länger vorbei ist – jetzt aber:
1. Den Waschmaschinenonkel umnieten zusammenfalten
2. Jemanden finden, der mit mir zu ATU fährt, um eine neue Batterie für die olle Kiste draußen vor der Tür zu kaufen
3. Überlegen, was ich heute esse, um die Völlerei der letzten Tage wieder in den Griff zu bekommen und die Waage aus dem Fenster schmeißen
4. Die Kisten, in denen sich mein gesamtes Atelier befindet, so stapeln, dass ich wieder an meinen Kleiderschrank komme
5. Den selben entmüllen, bzw. alle zu großen Sachen waschen ( wenn der Waschmaschinenonkel den heutigen Besuch überleben sollte)
6. Aussortieren der zu großen Sachen ( eines als Beweismittel behalten) und lernen, wie man was bei Ebay vertickt
7. Dazwischen Kaffeetrinken nicht vergessen, um ein wenig den Herzschmerz zu kultivieren besänftigen
8. Wenn der Schrank leer ist, Schreibtischhäufchen weg sortieren
9. Post in alle Welt beantworten und dafür sorgen, dass ich nicht komplett in Verruf gerate, wegen Nichtschreiben von Weihnachtspost usw.
10. Die Kamera entstauben, aufladen, für dem nächsten Einsatz vorbereiten, der möglicherweise naht
11. Zeitnachweis schreiben
12. Arbeiten
13. Mir ein dickes Fell zulegen
14. Die letzten zwei Monate vergessen
15. Alle Kerle die des Redens nicht mächtig sind, verteufeln
16. Mystifizierte Musikstücke ignorieren, die mir geschickt werden
17. Das Wort “vermissen” aus meinem Wortschatz streichen
18. Mein Herz zurück holen ( es heißt ja nur, man darf Geschenktes nicht weiter verschenken – niemand sagt, man dürfe sich seine Geschenke nicht wieder holen, oder?)
So – der Waschmaschinenonkel darf gleich antraben und mit dem Rest fang ich dann jetzt auch mal an…vor allem mit Punkt 18.
Alles Galgenhumor…ich fühle mich nämlich mehr als herzlos.
