Von Müttern, Musik und anderen Mythen
Was alles an einem Tag passieren kann!
Der Waschmaschinenonkel hat die Waschmaschine gerichtet und durch Handauflegen auch gleich die Spülmaschine und der ACE hat das Auto wieder fahrtüchtig bekommen.
Ich habe meine Kisten sortiert, die Wohnung geputzt und meine Kamera heute zumindest schon wieder mal in der Hand gehabt. Fotos hat wer anderes damit gemacht ( außer ein ganz paar…). Eins von heute zeig ich Euch gleich – es ist nämlich sehr schön, finde ich.
Im gestrigen Überschwang, weil so schönes Wetter war, dachte ich mir, ich besuche mal meine Mutter auf einen Kaffee, was sich als fataler Fehler herausstellte.
Aber wie das so ist im Leben, weiß ich jetzt, dass ich eine große Last bin und sie diese nicht mehr aushält. Mal abgesehen davon, dass sie mir das “endgültige Ende” unserer “Beziehung” mitgeteilt hat und das ganze mit einem filmreifen Bühnenauftritt.
Ich weiß schon, warum ich mir Borderliner vom Hals halte…
Unglaublich, wie verbittert ein einziger Mensch sein kann und wie unverhältnismäßig ICH-bezogen.
Nun denn, ehrlich gesagt, juckt es mich nicht mal beiläufig – eine Sorge weniger…
Nach dem gestrigen dadurch verschwendeten Tag, hatte ich heute dann einen umso schöneren und da sind eben auch ein paar wirklich schöne Bilder entstanden.
Als ich Sylvester einen Link zu einem Lied geschickt bekam – ohne jeglichen Text dazu – habe ich lange darüber nachgegrübelt, was ich davon nun zu halten hab.
Ob es vielleicht um den Inhalt geht – ob der Inhalt mir etwas sagen woll, oder ob es vielleicht nur die geile Frisur des Sängers ist, die den Verschicker des Links dazu gebracht hat, sie mir zeigen zu wollen.
Und wie das so ist, wenn Mann sich ausschweigt und Frau so einen Wink mit irgend einem Zaunpfahl schickt ( der etwas erzählt vom – ja was denn eigentlich? Ich glaube, vom Vermissen…), macht Frau sich halt Gedanken und schickt doch glatt einen Link zurück.
Einen Link nämlich zu einem Lied, zu dem ansonsten eine kleine Dame begeistert tanzt und dieser Anblick fehlt mir sehr sehr sehr.
Da der Empfänger die kleine Dame sehr gut kennt, weiß er auch um die Zusammenhänge und wenn er in der Lage ist, 1+1 zusammen zu zählen, versteht er auch den Hintergrund.
Und promt erreicht mich wiederum ein Link – schweigend natürlich.
Ein Lied, was mir erzählt, dass der Sänger sich sehr verloren fühlt – um es kurz zu sagen.
Was der kann, kann ich auch und schicke noch eines zurück. Jetzt isses aber auch gut mit der nonverbalen Kommunikation – respektive mit der Kommunikation über dritte.
Meines war eines meiner Liebelingslieder von Moby – Ihr dürft raten, welches – und ich mache ine Wette, ihr kommt schnell drauf, welche Frage ich damit in den Raum gestellt habe.
Aber auch, wenn das alles fast witzig klingt, bin ich eigentlich eher das Gegenteil von fröhlich, wenn ich seine Musik höre und trotz des sich regenden Widerwillens, weiterhin nur ahnen zu können, nur zu spekulieren und mich damit vielleicht vollkommen zu verrennnen, vermisse ich ihn sehr. Ich fühle mich seltsam unvollständig. Ein wenig, als würde man mir ein paar Sinne abgeschaltet haben.
Ein Zustand, den ich nicht mehr lange haben mag. Es muss bald eine Lösung des Kommunikationsproblems her.
So – jetzt noch das schönste Bild von heute und dann falle ich ins Bett.
Man sagte mir, das sei sehr authentisch und ein gewohnter Anblick ;-)
Und weil ich sie so sehr liebe, setze ich noch eines drauf – nämlich meine beste Freundin…


